© Foto: LAG Main4Eck Miltenberg e.V.
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Strick und Schnack in Eschau

1 Min. Fußweg
Bushaltestelle Marktplatz, Eschau
2 Min. zur Haltestelle

Jeden zweiten Montag im Monat von 16:15 Uhr bis 18:15 Uhr lädt Strick und Schnack zum Stricken, Häkeln und Babbele ins EHRE-Haus in Eschau ein. Im Mittelpunkt stehen das gemütliche Zusammensitzen bei Kaffee und Kuchen, das Arbeiten an eigenen Handarbeitsprojekten sowie das Gespräch miteinander. Der Treff richtet sich an Menschen jedes Alters.

Jeden zweiten Montag im Monat wird in gemütlicher Runde bei Kaffee, Tee und Kuchen an eigenen Strick- oder Häkelprojekten gearbeitet und gebabbelt. Willkommen sind Erwachsene jeden Alters sowie Jugendliche ab 14 Jahren; Kinder unter 14 können in Begleitung kreativ werden.

Grundkenntnisse im Stricken oder Häkeln sollten vorhanden sein. Bei Fragen kann aber gerne unterstützt werden. Eigene Projekte und Materialien bitte mitbringen.

Initiiert und umgesetzt wird der Treff von fabuly, einem Projekt der Lokalen AktionsGruppe Main4Eck Miltenberg e. V.

Zunehmend wird der Trend von heute zum Müll von morgen. Immer neue Kollektionen, immer kürzer getragen: Die Modeindustrie hat ihr Tempo in den vergangenen Jahren massiv erhöht. Schätzungen zufolge werden weltweit rund 180 Milliarden Teile pro Jahr produziert. Gleichzeitig zeigt eine Greenpeace-Umfrage, dass etwa ein Drittel des Kleidungsbestands der Deutschen selten oder kaum getragen wird und rund 40 % der Oberteile und Hosen spätestens nach drei Jahren wieder aussortiert werden.

Auch für vermeintlich billige Klamotten zahlen wir jedoch einen hohen Preis. So verbraucht beispielsweise der Anbau von Baumwolle große Mengen Wasser und der Einsatz von Pestiziden belastet Böden und Gewässer. Gleichzeitig benötigen synthetische Fasern wie Polyester Erdöl und geben bei jedem Waschgang Mikroplastikpartikel ab, die Flüsse und Meere verschmutzen. Auch die sozialen Kosten sind oft hoch. Bei Zulieferern von Shein wird beispielweise im Schnitt über 75 Stunden wöchentlich gearbeitet – meist ohne Arbeitsvertrag, soziale Absicherung oder gängige Sicherheitsstandards.

Bereits in der Designphase werden Haltbarkeit und Umweltauswirkungen festgelegt. Mischfasern, Chemieeinsatz und minderwertige Materialien erschweren Reparatur und Recycling. Zwar werden in Deutschland Altkleider getrennt gesammelt, doch nur ein sehr kleiner Teil wird tatsächlich zu neuer Kleidung verarbeitet. Vieles geht in den Export; nicht alles findet dort einen Markt. Weltweit wird durchschnittlich jede Sekunde etwa eine LKW-Ladung Kleidung verbrannt oder deponiert – mit entsprechenden Folgen für Umwelt und Klima.

Das Interesse an Alternativen wächst. Slow Fashion setzt auf Langlebigkeit, Reparatur, zeitloses Design und Kombinierbarkeit statt auf kurzlebige Trends.

Besonders greifbar wird diese Haltung beim Selbermachen: Ein selbst gestrickter Pullover oder ein gehäkeltes Oberteil entspannen nicht nur in der Herstellung, es handelt sich auch um langsame Mode im wörtlichen Sinn – gefertigt mit Geduld und Herzblut. Selbermachen schafft wieder einen Wert.

Strick und Schnack möchte dafür einen Begegnungsort schaffen: für ein gemütliches Zusammensitzen bei Kaffee und Kuchen, das Arbeiten an eigenen Projekten sowie das Gespräch miteinander.