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Rotkreuz+Laden Obernburg

Bushaltestelle Pia Fidelis, Obernburg a. Main
1 Min. zur Haltestelle
14 Min. zum Bahnhof

Der Rotkreuz+Laden in Obernburg bietet gebrauchte und gut erhaltene Kleidungsstücke zu vergleichsweise günstigen Preisen an. Ein Nachweis der Bedürftigkeit ist für den Einkauf nicht erforderlich. Das Angebot steht allen offen und jeder ist willkommen.

Sachspenden kannst Du während der Öffnungszeiten direkt im Rotkreuz+Laden abgeben. Mit den Erlösen aus dem Verkauf werden soziale Projekte und Dienstleistungen des BRK Kreisverbandes in der Umgebung finanziert.

Das Sortiment umfasst unter anderem:

  • Damen- und Herrenkleidung
  • Kinderkleidung
  • Schuhe
  • Accessoires
  • Bettwäsche
  • Handtücher
  • Spielsachen

Kleidung kann vor Ort anprobiert werden.

Der Laden wird durch das Engagement ehren- und hauptamtlicher Mitarbeitender getragen. Ehrenamtlich Interessierte haben die Möglichkeit, sich in verschiedenen Bereichen einzubringen, beispielsweise bei der Sortierung und Auszeichnung der Kleidung, bei der Gestaltung der Ladenflächen und Schaufenster oder im direkten Kontakt mit Kundinnen und Kunden.

Wenn Du Dich ehrenamtlich engagieren möchtest, kannst Du Dich direkt beim Rotkreuz+Laden über die bestehenden Möglichkeiten informieren und melden.

Die weltweite Produktion von Kleidung ist in den vergangenen Jahrzehnten stark angestiegen. Schätzungen zufolge werden inzwischen weltweit rund 180 Milliarden Kleidungsstücke pro Jahr hergestellt. Gleichzeitig zeigt eine Greenpeace-Umfrage, dass etwa ein Drittel des Kleidungsbestands der Deutschen selten oder kaum getragen wird und rund 40 % der Oberteile und Hosen spätestens nach drei Jahren wieder aussortiert werden.

Mit der Herstellung und Entsorgung von Kleidung sind jedoch erhebliche ökologische Auswirkungen verbunden. Der Anbau von Baumwolle benötigt große Mengen Wasser und kann durch den Einsatz von Pestiziden Böden und Gewässer belasten. Synthetische Fasern wie Polyester werden aus Erdöl hergestellt und setzen beim Waschen meist Mikroplastikpartikel frei, die über das Abwasser in Flüsse und Meere gelangen. Hinzu kommen die Emissionen und der Ressourcenverbrauch, die entlang der gesamten Produktionskette entstehen. Auch die Arbeitsbedingungen in Teilen der globalen Textilindustrie geben Anlass zur Kritik: Bei Zulieferern von Shein wird beispielsweise im Schnitt mehr als 75 Stunden pro Woche gearbeitet – oft ohne Arbeitsvertrag, soziale Absicherung oder gängige Sicherheitsstandards. 

Und nach der Nutzung stellt sich die Frage, was mit ausgedienter Kleidung geschieht. Zwar werden Altkleider in Deutschland getrennt gesammelt, doch nur ein sehr kleiner Teil der gebrauchten Textilien kann wieder zu neuer Kleidung verarbeitet werden. Ein erheblicher Anteil wird exportiert; nicht alle exportierten Kleidungsstücke werden jedoch tatsächlich weiter genutzt. Weltweit wird laut dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) jede Sekunde etwa das Äquivalent einer Lkw-Ladung Textilien deponiert oder verbrannt.

Eine Möglichkeit, den Ressourcenverbrauch der Textilindustrie zu reduzieren, besteht darin, Kleidung möglichst lange zu nutzen und weiterzugeben. Secondhand-Kleidung kann dazu beitragen, die Nutzungsdauer zu verlängern und den Bedarf an neu produzierter Kleidung zu verringern. Dasselbe Prinzip lässt sich auch auf andere Gebrauchsgegenstände wie Möbel, Bücher oder Haushaltswaren übertragen.

Weitergeben statt Wegwerfen und der Secondhandkauf bedeutet dabei nicht zwangsläufig Verzicht. Gebrauchte Gegenstände können weiterhin funktionstüchtig und gut erhalten sein und bieten häufig eine kostengünstige Alternative zum Neukauf. Gleichzeitig kann ein bewusster Umgang mit bereits vorhandenen Produkten einen Beitrag zu einem nachhaltigeren Konsum leisten. Je länger ein Gegenstand genutzt wird und je häufiger er weitergegeben werden kann, desto besser lassen sich die Ressourcen, Energie und Arbeitsleistung nutzen, die bereits in seiner Herstellung stecken.