HSG auf Fairtrade Kurs
Das Hermann-Staudinger-Gymnasium in Erlenbach ist zwar noch nicht als Fairtrade-School zertifiziert, bringt den Fairtrade-Gedanken jedoch bereits aktiv in die Schulgemeinschaft ein. Die Schule engagiert sich für globale Gerechtigkeit, nachhaltiges Konsumverhalten und faire Handelsbedingungen und ergreift gezielte Maßnahmen, um das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler für diese Themen langfristig zu fördern und zu stärken.
Insbesondere in den Fächern Religion und Ethik beschäftigen sich die Schüler:innen mit den Lebens- und Arbeitsbedingungen von Menschen im globalen Süden. Dabei wird deutlich, dass viele Kinder unter schwierigen Bedingungen arbeiten müssen, anstatt eine Schule besuchen zu können. Zusammenhänge zwischen Armut, Kinderarbeit und globalen Wirtschaftsstrukturen werden so nachvollziehbar und können kritisch reflektiert werden.
Anschauliche und interaktive Methoden, wie das „Schoko-Spiel“, verdeutlichen zusätzlich die Ungleichverteilung globaler Ressourcen und machen sichtbar, wie stark unsere Konsumentscheidungen mit Lebensbedingungen in anderen Teilen der Welt verbunden sind.
Besuche von Referent:innen aus dem örtlichen Weltladen ergänzen den Unterricht und geben praxisnahe Einblicke in den fairen Handel. Sie erklären beispielsweise, dass Fairtrade-Produkte Produzent:innen gerechtere Löhne und bessere Lebensbedingungen ermöglichen. Dadurch können Familien existenzsichernd leben, während Kinder die Chance auf Bildung erhalten. Ziel ist es, Armutskreisläufe zu durchbrechen und eine faire, partnerschaftliche Handelsstruktur zu fördern.
Auch im Schulalltag ist der Fairtrade-Gedanke präsent, etwa durch entsprechende Produkte in der Mensa.
Die Auszeichnung als Fairtrade-School macht das Engagement von Schulen für globale Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung sichtbar. Sie ermutigt dazu, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv für eine gerechtere Welt einzusetzen. Der faire Handel ist dabei fest im Schulalltag verankert und wird durch vielfältige Aktionen bespielt.
Um den Titel Fairtrade-School zu erhalten, müssen fünf Kriterien nachweislich erfüllt sein:
- Schulteam: Ein Schulteam koordiniert Treffen und Aktivitäten rund um den fairen Handel.
- Kompass: Ziele und Maßnahmen der Schule werden in einer Art „Kompass“ festgehalten.
- Produkte: Faire Produkte werden an der Schule angeboten und konsumiert.
- Unterricht: Das Thema fairer Handel ist im Lehrplan verankert und fester Bestandteil des Unterrichts in mindestens zwei Fächern.
- Schulaktionen: Regelmäßige Aktionen informieren, sensibilisieren und motivieren zum Mitmachen.