© Foto: Fairtrade Deutschland Mediathek
© Foto: Fairtrade Deutschland Mediathek
Zurück zur Übersicht

Fairtrade-Town: Klingenberg

Seit 2018 ist Klingenberg offiziell als Fairtrade-Stadt zertifiziert. Das Engagement in der Kommune ist vielfältig. Ein Beispiel ist die „Gute Schokolade“ mit Motiven, die von den Schulkindern der Dr.-Konrad-Wiegand-Grundschule gestaltet wurden.

Laut Plant-for-the-Planet ist die „Gute Schokolade“ die meistverkaufte Fairtrade-Schokolade Deutschlands. Kommunen haben die Möglichkeit, individuelle Verpackungen zu gestalten und als exklusive Sondereditionen produzieren zu lassen.

Das Besondere daran: Mit dem Kauf dieser fair gehandelten Schokolade unterstützt Du nicht nur nachhaltige Handelsstrukturen und eine gerechtere Weltwirtschaft, sondern engagierst Dich zugleich aktiv für den Klimaschutz. Ein Teil der Einnahmen fließt in Aufforstungsprojekte – insgesamt wurden auf diese Weise bereits rund fünf Millionen Bäume gepflanzt.

In Klingenberg ist die „Gute Schokolade“ unter anderem auf dem Wochenmarkt, an den ökumenischen Eine-Welt-Ständen sowie bei „This and That“ erhältlich.

Zusätzlich werden in vielen Geschäften, Cafés und Restaurants Produkte aus fairem Handel angeboten. Eine vollständige Liste der Geschäfte, Gastronomiebetriebe, Schulen, Vereine, Kirchengemeinden und öffentlichen Einrichtungen, die sich in Klingenberg für fairen Handel einsetzen, findest Du auf der Website der Kommune.

Immer mehr Kommunen engagieren sich aktiv für faire Handelsbedingungen weltweit. Im Rahmen der Fairtrade-Towns-Kampagne können sich unterschiedlichste Gebietseinheiten beteiligen – von Städten und Gemeinden über Landkreise bis hin zu Regionen oder sogar Bundesländern. Das Saarland wurde beispielsweise Ende 2025 als erstes offizielles Fairtrade-Bundesland ausgezeichnet. Bereits der erste Fairtrade-Town und die erste Faitrade-University kamen aus dem Bundesland.

Voraussetzung für die Auszeichnung als Fairtrade-Town ist, dass eine Kommune fünf festgelegte Kriterien erfüllt. Diese machen sichtbar, wie stark das Thema fairer Handel in verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens verankert ist – beispielsweise auch in der öffentlichen Beschaffung der Kommune. Die Initiative braucht aber auch konkretes Engagement vor Ort. Akteure aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft müssen zusammenkommen und sich gemeinsam für das Thema einsetzen.

Um als Fairtrade-Town ausgezeichnet zu werden, muss eine Kommune nachweislich bestimmte Kriterien erfüllen. Diese sind:

  1. Ratsbeschluss: Es gibt einen Ratsbeschluss zur Unterstützung des fairen Handels. Gleichzeitig werden bei Sitzungen des Rates, der Ausschüsse und im Bürgermeisterbüro fair gehandelter Kaffee sowie ein weiteres Produkt aus fairem Handel ausgeschenkt. 
  2. Steuerunsgruppe: Eine Steuerungsgruppe, bestehend aus mindestens drei Personen aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft, koordiniert die Aktivitäten vor Ort.
  3. Produkte: Abhängig von der Einwohneranzahl bietet eine bestimmte Anzahl an Geschäften, Cafés, Restaurants etc. vor Ort mindestens zwei Produkte aus fairem Handel an.
  4. Zivilgesellschaft: Schulen, Vereine sowie Kirchen-/Glaubensgemeinschaften o.Ä. sind ins Engagement eingebunden und bieten Produkte aus fairem Handel an bzw. setzen sich mit Informations- und Bildungskampagnen für das Thema ein.
  5. Medien- und Öffentlichkeitsarbeit: Die Steuerungsgruppe informiert über die Aktivitäten zum Thema Fairtrade in der Kommune.