Fairtrade-Town: Elsenfeld
Elsenfeld setzt sich seit Jahren konsequent für fairen Handel und globale Gerechtigkeit ein. Für dieses nachhaltige Engagement wurde der Markt im Jahr 2025 erneut als Fairtrade-Town ausgezeichnet und darf den Titel weitere zwei Jahre tragen.
Elsenfeld wurde erstmals im Jahr 2019 als Fairtrade-Gemeinde zertifiziert und engagiert sich seither intensiv für den fairen Handel. Bürgermeister und Marktgemeinderat setzen beispielsweise ein Zeichen, indem sie konsequent fair gehandelten Kaffee trinken.
Darüber hinaus tragen regelmäßig stattfindende Veranstaltungen den Fairtrade-Gedanken in die Gesellschaft und laden dazu ein, sich auf kreative Weise einzubringen. Events wie das Faire Beach Open Mic im Elsavapark und die Faire Speakers Corner in der Bibliothek machen den fairen Handel erlebbar.
Generell arbeiten lokale Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft eng zusammen. Eine Liste der Geschäfte, Gastronomiebetriebe, Schulen, Vereine, Kirchengemeinden und öffentlichen Einrichtungen, die sich in Elsenfeld für fairen Handel einsetzen, findest Du auf der Website der Kommune.
Immer mehr Kommunen engagieren sich aktiv für faire Handelsbedingungen weltweit. Im Rahmen der Fairtrade-Towns-Kampagne können sich unterschiedlichste Gebietseinheiten beteiligen – von Städten und Gemeinden über Landkreise bis hin zu Regionen oder sogar Bundesländern. Das Saarland wurde beispielsweise Ende 2025 als erstes offizielles Fairtrade-Bundesland ausgezeichnet. Bereits der erste Fairtrade-Town und die erste Fairtrade-University kamen aus dem Bundesland.
Voraussetzung für die Auszeichnung als Fairtrade-Town ist, dass eine Kommune fünf festgelegte Kriterien erfüllt. Diese machen sichtbar, wie stark das Thema fairer Handel in verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens verankert ist – beispielsweise auch in der öffentlichen Beschaffung der Kommune. Die Initiative braucht aber auch konkretes Engagement vor Ort. Akteure aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft müssen zusammenkommen und sich gemeinsam für das Thema einsetzen.
Um als Fairtrade-Town ausgezeichnet zu werden, muss eine Kommune nachweislich bestimmte Kriterien erfüllen. Diese sind:
- Ratsbeschluss: Es gibt einen Ratsbeschluss zur Unterstützung des fairen Handels. Gleichzeitig werden bei Sitzungen des Rates, der Ausschüsse und im Bürgermeisterbüro fair gehandelter Kaffee sowie ein weiteres Produkt aus fairem Handel ausgeschenkt.
- Steuerunsgruppe: Eine Steuerungsgruppe, bestehend aus mindestens drei Personen aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft, koordiniert die Aktivitäten vor Ort.
- Produkte: Abhängig von der Einwohneranzahl bietet eine bestimmte Anzahl an Geschäften, Cafés, Restaurants etc. vor Ort mindestens zwei Produkte aus fairem Handel an.
- Zivilgesellschaft: Schulen, Vereine sowie Kirchen-/Glaubensgemeinschaften o.Ä. sind ins Engagement eingebunden und bieten Produkte aus fairem Handel an bzw. setzen sich mit Informations- und Bildungskampagnen für das Thema ein.
- Medien- und Öffentlichkeitsarbeit: Die Steuerungsgruppe informiert über die Aktivitäten zum Thema Fairtrade in der Kommune.