Baumwollproduzent:innen Ms Shantiben Navinbhai Makwana and Mr. Navinbhai Makwana bei der Baumwollernte. © Foto: Fairtrade, Anu Rai
Baumwollproduzent:innen Ms Shantiben Navinbhai Makwana and Mr. Navinbhai Makwana bei der Baumwollernte. © Foto: Fairtrade, Anu Rai
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Fairtrade-Town: Aschaffenburg

Aschaffenburg ist seit 2015 Fairtrade-Town und damit seit über zehn Jahren Teil der Fairtrade-Initiative. Grundlage dafür ist die Zusammenarbeit von Stadtverwaltung, lokalen Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Gruppen, die das Thema fairer Handel gemeinsam vorantreiben.

Über 935 Kommunen tragen bereits den Titel Fairtrade-Stadt – auch die Stadt Aschaffenburg gehört dazu. Mit dem Weltladen verfügt die Stadt zudem über ein dauerhaft sichtbares Zeichen für gelebten fairen Handel. Darüber hinaus beteiligen sich 23 Geschäfte und 7 Gastronomiebetriebe an der Fairtrade-Town-Kampagne und erfüllen die Kriterien von Fairtrade Deutschland. 

Eine Übersicht der Geschäfte, Gastronomiebetriebe, Schulen, Vereine, Kirchengemeinden und öffentlichen Einrichtungen, die sich in Aschaffenburg für fairen Handel engagieren, findest Du auf der Website der Kommune. Informationen zu den sechs in Aschaffenburg zertifizierten Fairtrade-Schools und ihrem Engagement bietet außerdem der ecoKompass.

Immer mehr Kommunen engagieren sich aktiv für faire Handelsbedingungen weltweit. Im Rahmen der Fairtrade-Towns-Kampagne können sich unterschiedlichste Gebietseinheiten beteiligen – von Städten und Gemeinden über Landkreise bis hin zu Regionen oder sogar Bundesländern. Das Saarland wurde beispielsweise Ende 2025 als erstes offizielles Fairtrade-Bundesland ausgezeichnet. Bereits der erste Fairtrade-Town und die erste Fairtrade-University kamen aus dem Bundesland.

Voraussetzung für die Auszeichnung als Fairtrade-Town ist, dass eine Kommune fünf festgelegte Kriterien erfüllt. Diese machen sichtbar, wie stark das Thema fairer Handel in verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens verankert ist – beispielsweise auch in der öffentlichen Beschaffung der Kommune. Die Initiative braucht aber auch konkretes Engagement vor Ort. Akteure aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft müssen zusammenkommen und sich gemeinsam für das Thema einsetzen.

Um als Fairtrade-Town ausgezeichnet zu werden, muss eine Kommune nachweislich bestimmte Kriterien erfüllen. Diese sind:

  1. Ratsbeschluss: Es gibt einen Ratsbeschluss zur Unterstützung des fairen Handels. Gleichzeitig werden bei Sitzungen des Rates, der Ausschüsse und im Bürgermeisterbüro fair gehandelter Kaffee sowie ein weiteres Produkt aus fairem Handel ausgeschenkt. 
  2. Steuerunsgruppe: Eine Steuerungsgruppe, bestehend aus mindestens drei Personen aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft, koordiniert die Aktivitäten vor Ort.
  3. Produkte: Abhängig von der Einwohneranzahl bietet eine bestimmte Anzahl an Geschäften, Cafés, Restaurants etc. vor Ort mindestens zwei Produkte aus fairem Handel an.
  4. Zivilgesellschaft: Schulen, Vereine sowie Kirchen-/Glaubensgemeinschaften o.Ä. sind ins Engagement eingebunden und bieten Produkte aus fairem Handel an bzw. setzen sich mit Informations- und Bildungskampagnen für das Thema ein.
  5. Medien- und Öffentlichkeitsarbeit: Die Steuerungsgruppe informiert über die Aktivitäten zum Thema Fairtrade in der Kommune.