Arbeiter in Kolumbien. © Foto: Fairtrade Foundation, Cesar David Martinez
Arbeiter in Kolumbien. © Foto: Fairtrade Foundation, Cesar David Martinez
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Fairtrade-School: Staatliche Berufsschule 2

Seit 2016 engagiert sich die Staatliche Berufsschule 2 Aschaffenburg für fairen Handel und globale Verantwortung. Fairtrade-Themen sind fest im Unterricht verankert und werden durch Projekte, (Verkaufs-)Aktionen und andere schulische Veranstaltungen praxisnah vermittelt. Ziel ist es, wirtschaftliche Zusammenhänge, gerechte Arbeitsbedingungen und nachhaltigen Konsum konkret erfahrbar zu machen.

Im Schuljahr 2016/2017 wurde die Berufsschule 2 für ihr Engagement im Bereich des fairen Handels als „Fairtrade-School“ ausgezeichnet. Denn das Thema ist fest im Schulalltag verankert. Im Schulkiosk werden unter anderem fair gehandelte Produkte angeboten, im Lehrerzimmer steht Fairtrade-Kaffee zur Verfügung und auch bei schulischen Veranstaltungen kommen Fairtrade-Produkte regelmäßig zum Einsatz. 

Parallel dazu wurde Fairtrade in die Lehrpläne der Fachbereiche Einzelhandel und Industrie integriert. Schüler:innen beschäftigen sich dabei mit globalen Handelsstrukturen, gerechter Entlohnung, Arbeitsschutz sowie nachhaltigem Konsum. Ergänzt wird der Unterricht durch praxisorientierte Projekte und Aktionen. Dazu zählen unter anderem Fairtrade-Schaufenster, Informationskampagnen und Verkaufsaktionen.

So organisierten Schüler:innen beispielsweise eine vorweihnachtliche Backaktion mit Plätzchen, Lebkuchen und Christstollen, die ausschließlich mit regionalen Zutaten sowie fair gehandeltem Kakao und Zucker hergestellt wurden. Der Verkauf fand während der Frühstückspausen statt und knüpfte direkt an vorherige Unterrichtseinheiten zum Thema Fairtrade an.

Auch internationale Erfahrungen sind Teil des Engagements. Im Rahmen eines durch Erasmus+ geförderten Austauschs reisten Schüler:innen nach Norwegen und setzten sich dort unter anderem mit Kreislaufwirtschaft und der internationalen Verbreitung des Fairtrade-Gedankens auseinander.

Anlässlich einer erneuten Zertifizierung veranstaltete die Schule zudem ein Fairtrade-Schools Fest mit Informationsständen, einem digitalen Quiz und Siegel-Check. Ziel solcher Veranstaltungen ist es, das Bewusstsein für fairen Handel und nachhaltigen Konsum dauerhaft zu stärken.

Die Auszeichnung als Fairtrade-School macht das Engagement von Schulen für globale Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung sichtbar. Sie ermutigt dazu, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv für eine gerechtere Welt einzusetzen. Der faire Handel ist dabei fest im Schulalltag verankert und wird durch vielfältige Aktionen bespielt.

Um den Titel Fairtrade-School zu erhalten, müssen fünf Kriterien nachweislich erfüllt sein:

  1. Schulteam: Ein Schulteam koordiniert Treffen und Aktivitäten rund um den fairen Handel.
  2. Kompass: Ziele und Maßnahmen der Schule werden in einer Art „Kompass“ festgehalten.
  3. Produkte: Faire Produkte werden an der Schule angeboten und konsumiert.
  4. Unterricht: Das Thema fairer Handel ist im Lehrplan verankert und fester Bestandteil des Unterrichts in mindestens zwei Fächern.
  5. Schulaktionen: Regelmäßige Aktionen informieren, sensibilisieren und motivieren zum Mitmachen.