Dora Atiiga, Kakaobäuerin aus Ghana zeigt Kakaoschote und Schokolade. © Foto: Fairtrade, Nipah Dennis
Dora Atiiga, Kakaobäuerin aus Ghana zeigt Kakaoschote und Schokolade. © Foto: Fairtrade, Nipah Dennis
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Fairtrade-School: Kronberg-Gymnasium

Das Kronberg-Gymnasium Aschaffenburg wurde 2015 als Fairtrade-School ausgezeichnet und seitdem mehrfach rezertifiziert. Die Zertifizierung zeigt das langfristige Engagement der Schule im Bereich fairer Handel und nachhaltiger Konsum. Fairtrade ist sowohl im Unterricht als auch bei Projekten und Aktionen fester Bestandteil des Schulalltags.

Am Kronberg-Gymnasium werden Themen wie fairer Handel, Produktionsbedingungen, Umweltfolgen und globale Verantwortung insbesondere in den Fächern Geographie, Englisch und Deutsch behandelt. Auch an Projekttagen greifen die Lehrkräfte Themen wie globale Lieferketten oder Arbeitsbedingungen auf. In der Vergangenheit standen unter anderem „unfaire Kleidung“, die Textilindustrie sowie die Auswirkungen weltweiter Handelsstrukturen im Mittelpunkt.

Zudem haben sich bereits verschiedene P-Seminare mit Fairtrade beschäftigt. Eine wichtige Rolle spielte dabei das P-Seminar „Fairtrade“, das zu Beginn der Zertifizierung zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen für die Schulgemeinschaft organisierte. Das P-Seminar „Über den Tellerrand schauen“ veröffentlichte außerdem das Rezeptbuch „Eine Weltreise im Kochtopf“. Die Verkaufserlöse wurden an Waisenkinder der Children’s Joy Foundation in Laguna auf den Philippinen gespendet.

Generell gehören Verkaufsaktionen in den Pausen seit Jahren fest zum schulischen Engagement. Die Fairtrade-AG verkauft beispielsweise regelmäßig Schutzengelschokolade, Schoko-Cookies oder Schokoriegel aus fairem Handel. Auch Feiertage oder Aktionstage werden aufgegriffen. In der Adventszeit gibt es fair gehandelte Nikoläuse und Adventskalender, zum Valentinstag wurden schon fair gehandelte Rosen verteilt. Zudem fanden in der Vergangenheit mehrfach Fairtrade-Frühstücke statt. Die Einnahmen aus den verschiedenen Aktionen unterstützen soziale Projekte und Organisationen.

Auch im Schulalltag wird auf fair gehandelte Produkte geachtet. Im Lehrerzimmer wird fair gehandelter Kaffee genutzt und der Hausmeister bietet im Rahmen seines Pausenverkaufs auch einige faire Süßigkeiten und Snacks an.

Die Auszeichnung als Fairtrade-School macht das Engagement von Schulen für globale Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung sichtbar. Sie ermutigt dazu, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv für eine gerechtere Welt einzusetzen. Der faire Handel ist dabei fest im Schulalltag verankert und wird durch vielfältige Aktionen bespielt.

Um den Titel Fairtrade-School zu erhalten, müssen fünf Kriterien nachweislich erfüllt sein:

  1. Schulteam: Ein Schulteam koordiniert Treffen und Aktivitäten rund um den fairen Handel.
  2. Kompass: Ziele und Maßnahmen der Schule werden in einer Art „Kompass“ festgehalten.
  3. Produkte: Faire Produkte werden an der Schule angeboten und konsumiert.
  4. Unterricht: Das Thema fairer Handel ist im Lehrplan verankert und fester Bestandteil des Unterrichts in mindestens zwei Fächern.
  5. Schulaktionen: Regelmäßige Aktionen informieren, sensibilisieren und motivieren zum Mitmachen.