Fairtrade-School: Kolpingschule
Die Kolpingschule wurde erstmals Mitte 2016 als Fairtrade-School ausgezeichnet und seitdem mehrfach rezertifiziert. Gemeinsam mit den Auszeichnungen als Umweltschule in Europa und Internationale Agenda 21-Schule steht die Zertifizierung für das langfristige Engagement der Grundschule in den Bereichen fairer Handel, Nachhaltigkeit und globale Verantwortung.
Zu Beginn jedes Schuljahres wird ein Fairtrade-Schulteam aus Schüler:innen der Klassenstufen 2 bis 4, Lehrkräften und Eltern gebildet. Das Team plant und organisiert Aktionen rund um den fairen Handel und nachhaltigen Konsum: zum Beispiel Verkaufsaktionen oder Frühstücke mit fair gehandelten, regionalen und ökologisch erzeugten Produkten. Die Erlöse gingen in der Vergangenheit unter anderem an UNICEF und Save the Children. Verkauft wurden beispielsweise fair gehandelte Adventskalender oder Selbstgebackenes aus fairen und regionalen Zutaten zur Weihnachtszeit.
Das Thema ist zudem fest im Unterricht verankert. Die Kinder beschäftigen sich mit Lieferketten und den einzelnen Schritten bis zum fertigen Produkt. Dabei werden auch Arbeitsbedingungen, Kinderarbeit und Auswirkungen auf die Umwelt thematisiert. In den vergangenen Jahren standen beispielsweise Kleidung und Bananen im Mittelpunkt.
Viele Inhalte werden praxisnah vermittelt. Dazu gehören Verkostungen, Kleidertauschaktionen oder Projekte, bei denen die Kinder die körperliche Belastung von Bananenträger:innen mit einem rund 30 Kilogramm schweren Sack nachvollziehen konnten. Auch Besuche im lokalen Weltladen standen schon auf dem Programm.
Die Auszeichnung als Fairtrade-School macht das Engagement von Schulen für globale Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung sichtbar. Sie ermutigt dazu, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv für eine gerechtere Welt einzusetzen. Der faire Handel ist dabei fest im Schulalltag verankert und wird durch vielfältige Aktionen bespielt.
Um den Titel Fairtrade-School zu erhalten, müssen fünf Kriterien nachweislich erfüllt sein:
- Schulteam: Ein Schulteam koordiniert Treffen und Aktivitäten rund um den fairen Handel.
- Kompass: Ziele und Maßnahmen der Schule werden in einer Art „Kompass“ festgehalten.
- Produkte: Faire Produkte werden an der Schule angeboten und konsumiert.
- Unterricht: Das Thema fairer Handel ist im Lehrplan verankert und fester Bestandteil des Unterrichts in mindestens zwei Fächern.
- Schulaktionen: Regelmäßige Aktionen informieren, sensibilisieren und motivieren zum Mitmachen.